Wander-Tipp

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Die Kunst zu wandern und zu wandeln!

 und jeder Donnerstag ein neuer Tipp auf

Frühsommer-Wander-Tipp
 Narzissen-Sterne, heitere Ruhe 
 und fleischfressende Pflanzen
 

weisse Narzissen-Sterne vor dem Genfersee
 

Anreise und Grunddaten

Bahn nach Vevey, umsteigen nach Blonay und dann auf die Zahnradbahn nach Les Pléiades

Les Pléiades
(1361 m ü.M.) – La Châ (1397 m ü.M.) – Prantin (1210 m ü.M.) – Les Tenasses (1221 m ü.M.) – Lally (1241 m ü.M.) : 1 ½ Std
 

Beschrieb
Von der Bergstation Les Pléiades aus haben wir die Wahl : entweder unmittelbar den Narzissenwiesen entgegen wandern oder einen Abstecher Richtung Genfersee auf dem kleinen Gipfel machen. Dort findet der Besucher einen astronomischen Lehrpfad, ein Restaurant und vor allem einen wunderbaren Ausblick auf Genfersee, Dents-du-Midi und Mont Blanc. Wer auf die Stimmung achtet, wird einen grossen Unterschied zwischen Gipfelbereich und die Wanderroute erfahren, deren ausgeprägt ruhiger Ausstrahlung die geschäftige Stimmung vom Genfersee-Becken nun erst recht bewusst werden lässt. 
Wir wandern von der Bahnendstation nordwärts Richtung Les Paccots, Châtel-St-Denis. Sobald wir die sanfte Krete hinaufgehen entdecken wir auf rechter Hand schon das erste Narzissenfeld. Wir folgen dem Bergrücken hinab Richtung Fégire, Les Paccots und nehmen auf der sanft abfallender Strasse der erste Weg rechts zurück Richtung Les Tenasses und Lally. Beim Hochmoor Les Tenasses zweigt ein Prügelpfad links ab und führt der Wanderer in eine noch ruhigere Landschaft - ein Stück Unendlichkeit zwischen Birken, Föhren und geheimnisvollen Krugpflanzen. Solange man auf den hölzernen Pfad verbleibt ist der Wanderer noch an diese Welt gebunden und wird schliesslich etwas weiter südlich wieder ins Tälchen unterhalb vom zuvor bewanderte Bergrücken geführt. Von dort aus geht es geradeaus dem Wanderweg, später der kleinen Asphaltstrasse entlang zur Bahnstation Lally hinauf.
 

anmutende Sterne und prächtige goldene Schellen
 

Weisses, wohlriechendes Meer
Die Anreise am Ufer vom Genfersee lohnt sich alleweil für das einmalige Spektakel der ausgedehnten, weissen Narzissenwiesen. Die ausgeprägte Ruhe der verschiedenen Landschaftsabschnitte auf dieser Wanderung überträgt sich auf die stilleren Besucher und verleihen diesen einen tiefgründigen Abstand zum Alltag. Der Kraftort-Charakter dieser sanften Voralpen ist hautnah spürbar.
Der Anblick vom Maischnee, wie die weissen, wohlriechenden Narzissenwiesen manchmal genannt werden, lässt zuerst einfach staunen an der Zahl der zierlichen Sternen. Es ist ist eine heitere Begegnung, die nach und nach weitere entzückende Überraschungen in allen Farben anbietet, wie beispielsweise die goldenen Schellen der Trollblumen.
 


der Prügelpfad windet sich elegant durch das Hochmoor


Geheimnisvolles Hochmoor

An den Birken und Föhren ist das Hochmoor sofort erkennbar, der letzte Zweifel wird Einem genommen vom hölzernen Pfad, der hineinführt. Der Wanderer wird nun von einer anderer Welt eingenommen : hier ist es noch stiller und so richtig zeitlos - hier herrscht die Natur ungezwungen. Ja die Narzissenwiese ist eine Kulturlandschaft, denn das zarte Zwiebelgewächs ist auf die extensive Bewirtschaftung durch den Menschen angewiesen.
Hinter dem ungestörten Anschein vom Hochmoor, zeigt sich aber, dass der Mensch auch hier die Landschaft verändert hat : eigenartige, lindengrüne bis dunkelrote Kelche erheben sich massenweise am Rande der kleinen 
Wasserflächen. Es sind fleischfressende Krugpflanzen, ursprünglich aus Nordamerika, die im 19. Jahrhundert hier angesiedelt wurden.


den geheimnisvollen Krugpflanzen gefällt es offensichtlich in diesem Moor

 

Die sanfte Heiterkeit dieser Kraftorte hat mich 2012 zu einem Bild inspiriert.
Ein Hauch von Merkur : feine, luftige und schillernde Farbnuanzen, im Vordergrund die Botenblume der fliegenden Göttergestalt. Die duftenden und geschwungenen Narzissen blühen übrigens während der Zwillingszeit, dessen Herrscher Merkur ist.

"Paysage Brises de Mercure"
30 x 40 cm gerahmt - Acryl und Tuschefeder auf grobkörnige Torchon-Bütte und Japan - Juli 2012
weitere Bilder aus der Serie "Paysage"

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aktualisiert 14.05.2026
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