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Willkommen in der Welt der Künste!

Durch Kurse beim renommierten greyerzer Künstler Jacques Cesa bekommt Charles A. Rüttimann im jugendlichen Alter Gelegenheit,
mit verschiedenen Ausdrucksmedien (Malerei, Linolschnitt, Kupferstich...) zu experimentieren.

Bereits die ersten Werke von Charles A. Rüttimann wirken durch ihre ganz persönliche Symbolsprache.
In seinen Bildern widerspiegeln sich durchlebte Emotionen.
Der noch junge Künstler versteht es, unterschiedliche Objekte paradox zu vereinen und dadurch neue Horizonte zu eröffnen, ohne sich im Abstrakten zu verlieren.

 „Deviens ce que tu es“
42 x 60 cm - Bleistift - 1976

Seine Erstausstellung 1978 in der Galerie du Clair de Lune in Bulle markiert für ihn einen Abschluss und zugleich einen Neubeginn :
er stellt dort kurz vor Ende seiner Laboranten-Lehre Bleistift- und Kohle-Bilder aus, sowie zwei Werke in Tuschefeder-Technik realisiert.
Mit diesem technischen Werkzeug beginnt eine lange Entdeckungsreise nach den verschiedenen gestalterischen Möglichkeiten in schwarzweiss.

„Mues“
70 x 50 cm - Tuschefeder auf Bristol - 1978

 

„Transparences des Temps“
70 x 50 cm - Tuschefeder auf Bristol - 1982

 

Eine Wende im Leben und in der Kunst erfährt Rüttimann 1986. Eine lebensbedrohliche Krankheit führt ihn durch die schamanische Einweihung.
Die darauffolgenden, dramatischen Veränderungen in seinem Leben betreffen gleich alle Seiten seines Umfelds.
Der schamanische Lehrgang mit seinen zahlreichen Prüfungen bietet ihm auch eine Fülle an neue Themen an, die er konkret in seinen Bildern umsetzt.

„Vision“
70 x 50 cm - Tuschefeder auf Transparent - 1992
 „Vision“ ist der Beschrieb einer schamanischen „Lehrmeister-Begegnung“.
Die doppelte Schwan-Frau führt - hier als übergeordnete Führerin der Altaï-Schamanen - Elemente der schamanischen Realitäten zu einer neuen Wirklichkeit zusammen :
das gebrochene Zeitrad, der geheimnisträchtige Mistel-Mond, das unergründliche Teich-Wasser und der junge Fuchs.
Nun fragt das Bild, wer denn die Vision hat? Der Künstler oder der Fuchs?
Und schliesslich sind sich nicht etwa Künstler und Fuchs im Schamane Eins?

 



„Die weisse Frau von Baïkal“
60 x 48 cm - Tuschefeder auf Japan - 1989

 

Ein klarer, schlichter und reifer Stil prägt die Werke in den späten achtziger Jahren.
Die Perfektion des einzelnen Striches, die Stärke des einzelnen Motivs und die gestalterische Intensität gewinnen an Bedeutung.
Das Grundlegende soll nun unmissverständlich ausgedrückt werden.

 „Le Cholè ché lêvo po ti“ 2
50 x 70 cm - Tuschefeder auf Transparent über eine graue Elefantenhaut - 1989

 

 „Luna e Paradiso“
50 x 70 cm - Tuschefeder auf Wolkenpergament - 1990

 

Der Goldene Schnitt – eine Proportion, die im Aufbau vieler Lebewesen vorkommt und in verschiedenen Kulturen als heilig gilt – findet sich in vielen Bildern von Rüttimann wieder.
Die Geometrie wird vermehrt in die Symbolik einbezogen und bekommt eine Funktion, einen Sinn und mit dem Einbezug numerologischer Bezugselemente sogar eine mystische Dimension.

Ausstellung Gäbelbach

 „Laf“
50 x 70 cm
Tuschefeder auf Elefantenhaut
1994
 

„Eh“
50 x 70 cm
Tuschefeder auf
Acryl-bemalten Bristol
1994
Bibliothek Gäbelbach, Bern

 „Othil – Le Graal“
 50 x 70 cm
Tuschefeder auf Elefantenhaut
1992
 

Im Hexagon, dem tragenden Element der nordischen Runen, sieht Charles A. Rüttimann 1992 eine künstlerische Herausforderung.
Die gestalterische Suche wird einerseits geometrisch und zahlenmystisch, andererseits auch über das Trägermedium Papier weitergeführt.
Verschiedene Papierarten wie Transparent-, Elefantenhaut- und Wolkenpergament-Ausschnitte zeichnen diesen Übergang zur farbigen Acrylwelt aus.
Der Effekt ist eine eindrückliche Verdichtung zwischen Thema und Darstellung.
Eine solche Verdichtung kann allerdings auch nur gelingen, wenn eine vertiefte und persönliche Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema stattgefunden hat.

 

1993 ist für Charles A. Rüttimann ein bedeutendes Jahr.
Er lässt sich in der mystisch anmutenden Gantrisch-Region nieder und verfügt damit erstmals über ein Atelier.
Gleichzeitig nimmt er die Herausforderung der Farbwelt jetzt vollkommen an und beginnt mit farbiger Tusche und Acryl zu experimentieren.
Tiefe und Glanz der Farben vereinen sich mit der Klarheit und Feinheit der Tuschefeder-Motiven zu lebhaften Kompositionen. Die Anfangswerke ganz in Acryl sind zum Teil noch etwas unsicher.
Keine sechs Monate nach seinem Einzug im Atelier Oberwyden, geht er noch einen Schritt weiter und  teilt fortan seine Arbeitszeit zwischen Laboranten-Beruf und Maler-/Schamane-Berufung auf. 

Ausstellung Lebenskraft 1995

 „Schamanische Linie“
100 x 70 cm
Tuschefeder auf Transparent und Acryl auf Japanpapier
1994

„Cuquerens“
100 x 70 cm
Acryl auf Japanpapier
1994

Esoterische Messe Lebenskraft 95
Kongresshaus, Zürich 1995

„Monts de Riaz“
100 x 70 cm
Tuschefeder & Acryl auf Japanpapier und Bristol
1994

 

Nach und nach verschmelzen die Techniken ineinander : Papier-Collagen, Tuschefeder und Acryl werden ineinander verwoben.
Die auserwählten Papiere werden immer wie kostbarer und exklusiver : handgeschöpte Millefleurs-Bütten, filigrane Japanpapiergewebe mit Gräsern, Blättern, Federn und Schmetterlingen, mit Tee- und Granatapfelsaft-gefärbte Nepalpapiere,
und viele weitere Qualitäten mehr, die Rüttimann immer gezielt dem jeweiligen Bild-Thema entsprechend einsetzt.

  „Muschel-Eibe“
30 x 24 cm - Tuschefeder auf Transparent / Acryl auf Bristol - 1995

 

 „Portrait eines Wassermann’s“
70 x 50 cm - Tuschefeder & Acryl auf Japanpapiergewebe - 1996

 

Schamanismus und Atelier wirken auf Rüttimann richtiggehend beflügelnd : noch nie bisher waren Jahr für Jahr so viele Werke entstanden. Unablässig entwickelt er seinen Stil weiter.
In der zweiten Hälfte der neunziger Jahren kristallisieren sich in seiner konsequent weitergeführten Suche drei bedeutende Entwicklungsrichtungen heraus :
- Einbezug von Naturmaterialien (Gräser, Föhrenrinde, Glasperlen, usw.),
- Lasurmaltechnik (Nass-in-Nass-Technik, Aquarellieren, ...),
- Perleffekt-Technik (das Spiel mit dem Licht).

 „Feurige Erde“
40 x 50 cm - wilde Silbermünzen,  Tuschefeder & Acryl auf Millefleurs-Bütte - 1996

 

 „Quellbaum“
18 x 24 cm - Acryl und Tuschefeder auf Japanpapier - 1996

 

Der Künstler stösst mit den Perleffekt-Farben auf faszinierende Erweiterungsmöglichkeiten seiner Farbwelt.
Nach und nach löst sich Rüttimann von den strengen Konturen der Tuschetechnik und übergibt einer feinnuanzierten Farbwelt die Hauptrolle in seinen Bildern.
Je nach Lichteinfall und/oder Blickwinkel verändern sich auf erstaunlichste Weise die Farbnuanzen, der Glanz und die Stimmungen seiner Werke.


Kaum zu glauben!
oben wie unten dasselbe Bild  -
nur unter anderem Lichteinfall

  „Neptun’s Spiele“
40 x 50 cm - Tuschefeder & Acryl - 1996
frontal beleuchtet

 

Besonders geeignet für die Integration mit der Tuschetechnik sind die Lasurmaltechniken.
Ende der neunziger Jahre beginnt Charles A. Rüttiman vermehrt mit Acryl zu aquarellieren.
Seine Farbpalette wird deutlich reicher und sein jetzt nun lockerer Umgang mit der Farbe kontrastiert angenehm  mit seiner klaren Tuschetechnik.

Über die magische Schlucht

„Über die magische Schlucht“
24 x 30 cm - Acryl & Tuscheder auf Torchon-Bütte - 1999

 

„Fultiger Magie“
40 x 50 cm - Acryl & Tuschefeder auf Torchon-Bütte - 1999

 

Das Spiel mit Naturmaterialien und Farb-Impasti ist eine konsequente Vertiefung in der Suche nach dem geeignetsten Ausdrucksmittel. Damit verbindet Rüttimann, die in der Natur-erlebte Sinnlichkeit mit seiner eigenen.
Mit Kamm und Spachteln bearbeitet er unverdünnte Farben und entwickelt auch dort seine Perleffektwelt weiter.

 „Mond-Landschaft“
40 x 50 cm - Acryl-Impasto - 1999

 


dasselbe Bild !
oben frontal,
unten seitlich
beleuchtet :

„Seefeld-Mond “
30 x 40 cm - Acryl und Impasto mit Bimstein - 2000

 Gestalterisch ebenso wie thematisch schlägt Rüttimann immer wieder Brücken. Neuentdeckungen bereichern altbewährte Techniken.
Dabei strebt der Künstler noch mehr als früher eine umfängliche und harmonische Integration aller Elemente an.

 

 
dasselbe Bild !
oben seitlich,
unten frontal beleuchtet :
 

„Der Wind kleidet sich ein“
70 x 50 cm - Tuschefeder und Acryl auf Torchon-Bütte - 2001

 

Das Windmühle-Spiel

„Das Windmühle-Spiel “
50 x 40 cm - Acryl auf Torchon-Bütte - 2001

Auch in Bezug auf Perleffekten werden die Bilder von Rüttimann immer wie reifer und eindrücklicher.
Bei einigen, wie oben „Das Windmühle-Spiel“, erhält der Zuschauer sogar den Eindruck einer Bewegung in den lichtvollen Perleffekt-Motiven.

 

 Die konsequente Suche nach der Sinnlichkeit in der Malerei führt Rüttimann dazu Quarzsand und sogar Flussteine in seinen Bilder einzubeziehen.

 „Der Wächter“
50 x 70 cm - Acryl mit Quarsand auf Torchon-Bütte - 2001

 

 

„Nacht-Hauch“
40 x 30 cm - Acryl mit Bimmstein auf Torchon-Bütte - 2003

 

In der Integration von Naturmaterialen in seiner Malerei überschreitet Rüttimann im 2004  eine weitere Grenze :
er komponiert mit grösseren Stücken Eukalyptus-Rinde dreidimensionale Bildobjekte.

 „Das Füllhorn“
ca. 60 x 80 cm - Acryl auf Eukalyptus-Rinde - 2004
 

Dank hölzernen, Japanpapier-überzogenen Malkörpern befreit sich der Künstler
von rechteckigen Bildformaten und baut gleichzeitig seine Stärke im Umgang mit Papier aus

„Beflügelte Dreiheit“
ca. 72 x 41 cm - Acryl auf Japanpapier und Eukalyptus-Rinde - 2006

 

Parallel dazu experimentiert Rüttimann weiter in den klassischen 2D-Papierformaten.
Allmählich erweitert er seine Farbpalette und wechselt äusserst harmonische wie kühnere Farbkompositionen ab

 „Sol invictus“
50 x 40 cm - Acryl und Tuschefeder auf Torchon-Bütte - 2004

 

„Sprung in die Weite“
40 x 30 cm - Acryl und Tusche auf Torchon-Bütte - 2006

 

„Onirische Landschaft“
50 x 40 cm - Acryl auf Torchon-Bütte - 2008

 

„Planetenaufgang“
30 x 40 cm - Acryl auf Torchon-Bütte - 2008

 

„Sternblume“
30 x 40 cm - Acryl auf Torchon-Bütte - 2008

 

„Traumland“
50 x 40 cm - Acryl auf Torchon-Bütte - 2008

 

Auch im Bereich Bildobjekte entwickelt sich Rüttimann weiter.

„Geomystik“
ca. 30 x 26 cm - Acryl mit Flusssand und Föhrenrinde - 2007

 


 
„Schatzkammer“
ca. 30 x 40 cm - Acryl mit Sand, Steine, Japanpapier und Föhrenrinde - 2007

 

„König der Berge“
ca. 42 x 48 cm - Acryl auf Japanpapier und Kalkstein vom Monte San Giorgio - 2008

 

Neben ungewöhnlichen Farbkompositionen (siehe auch Projekte) nimmt 2009 der Künstler auch die Herausforderung auf schwarzen (oder zumindest sehr dunklen) Hintergründe zu malen an  (siehe auch neue Bilder) . Dabei wirken die Farben völlig anders und man muss entsprechend umdenken. Die Herausforderung ist nicht nur technisch von Interesse, sondern dient einmal mehr den Themen, die Rüttimann in seinen Bildern ausdrücken will, wie Magie, Aura und Heilkraft von auserwählten Kräutern.



„Aufwärts“
ca. 24 x 30 cm - Acryl auf Passpartout - 2009

 



„Stern der Nacht“
ca. 30 x 40 cm - Acryl auf Passpartout - 2009





„Wasserzauber“
ca. 40 x 30 cm - Acryl auf Passpartout - 2009





„Zauber des Wächters“
ca. 60 x 50 cm - Acryl auf Passpartout - 2009

aktualisiert 25.07.2010
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